Heinrich-Tlaskal-Gedächtnispreis für Respekt und Toleranz an Andi Lotter & Conny Schneider

Laudatorin Hanni Baur, Preisträger Andi Lotter und Conny Schneider, Preisgeber Kanna Tlaskal und Patrik Beausencourt

15. Januar 2018

Zum dritten Mal wurde der Heinrich-Tlaskal-Gedächtnispreis für Respekt und Toleranz an für die Mitmenschen und das Gemeinwohl verdiente Persönlichkeiten aus Dießen am Ammersee vergeben. Preisträger Andi Lotter, pensionierter Lehrer kümmert sich seit Jahren um eine Vielzahl hilfsbedürftiger Mitmenschen aus der Region. Preisträgerin Conny Schneider als Vorsitzende des Ammersee Sportvereins setzt sich insbesondere für die Inklusion ein und betreibt Jugendarbeit auf hohem Niveau.

Heinrich Tlaskal wurde am 17.1.1929 in Brünn geboren und landete mit seiner Mutter als Kriegsflüchtling nach beschwerlichem Weg in Dießen am Ammersee. Nach den Wirren des Krieges trat er am 1.1.1946 in die SPD ein, im Wissen, dass sich die Gräuel der vergangenen Jahre nie wiederholen dürften. Lange Jahre war er die tragende Persönlichkeit der SPD Dießen und lebte die Werte der Solidarität, der Menschlichkeit, des Respektes, der Toleranz und des Glaubens an die Stärke des Miteinander im politischen, aber auch im privaten Bereich. Heinrich Tlaskal verstarb nach einem langen erfüllten Leben am 3.4.2014. Zu seinem Gedenken stiftete sein Sohn Alfred Tlaskal für die Dauer von 10 Jahren den Heinrich Tlaskal-Gedächtnispreis für Respekt und Toleranz.

Heinrich Tlaskal
Heinrich Tlaskal

Andreas Lotter setzte sich schon immer für sozial schwache Menschen ein. Nach seiner Pensionierung hat er sich ehrenamtlich in vielen Bereichen engagiert, so absolvierte er die Ausbildung zum EFI-Senior-Trainer, erbrachte seine Mitarbeit in der Schülerhilfe, war sich nicht zu schade, als Aushilfe in der Schule in Issing zu fungieren, als dort Not am Mann war und ist seit Gründung der Nachbarschaftshilfe Dießen im Dezember 2013 Mitglied im Vorstand als Kassier. Im Besonderen erbrachte er ehrenamtliche Einzelfallhilfe in unterschiedlichen Bereichen:

  • Nachhilfe für Mutter und Tochter einer bosnischen Familie, die von Abschiebung bedroht war über mehrere Monate.
  • Betreuung eines jungen Mannes mit der Glasknochenkrankheit, um ihn auf einen Schulabschluss vorzubereiten über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr.
  • Hilfe bei Umzügen von Mitmenschen, die sich kein Umzugsunternehmen leisten konnten.
  • Fahrdienste für ältere Menschen.
  • Hilfe bei handwerklichen Arbeiten für Bedürftige.
  • Nachhilfe für ein junges Mädchen einer alleinerziehenden Mutter das ihm über das Jugendamt vermittelt wurde.

Seit Dezember 2017 unterrichtet Andreas Lotter anerkannte Flüchtlinge einmal wöchentlich in Mathe und bildet einen jungen Eritreer und einen Flüchtlingshelfer für den Nachhilfeunterricht aus.

Conny Schneider gründete im Jahr 2008 mit einigen Mitstreitern den Ammerseesportverein in Dießen. Heute hat dieser Verein 250 Mitglieder. Sie war die treibende Kraft, dass der Verein eigene Räume bekommt. In unzähligen Stunden baute Conny und ihr Mann die Räume um und verwandelten Sie in eine Sporthalle. Wichtig war ihr immer, dass alle Menschen von ganz jung bis ganz alt in Bewegung bleiben. So fand zuletzt der "Tag der Bewegung" im Wohnstift Augustinum statt. Auch hier hat sie gezeigt, wie wichtig es ist auch im hohen Alter beweglich zu bleiben. Sie bemühte sich zudem in großem Maße um das Thema Inklusion. Die Integration von Menschen aller Bewegungsmöglichkeiten ist ihr ein großes Anliegen.Gerade im Hinblick auf den Inklusionsbereich ist es ihr wichtig, dass Hürden abgebaut werden.Der Verein hat in den letzten Jahren bereits zweimal den Preis Sterne des Sports auf der regionalen Ebene und auf Landesebene bekommen. Auch arbeitet Conny Schneider intensiv mit Schulen in Dießen zusammen. Dies alles wäre ohne den Motor des Vereins, Conny Schneider nicht möglich gewesen.

Die SPD Dießen bedankt sich herzlich bei Alfred Tlaskal für die Stiftung des Preises und bei Andi Lotter, Conny Schneider und allen anderen Mitmenschen, die sich insbesondere auch im Stillen für das Wohl anderer Menschen einsetzen.

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